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50,2 Millionen Euro kommen bei der Aktion Dreikönigssingen 2019 zusammen.

Die Sternsinger haben erneut ihr Sammelergebnis gesteigert. Die Mädchen und Jungen sammelten zum Beginn dieses Jahres 50.235.623,62 Euro und damit rund 1,4 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die rund 50,2 Millionen Euro sind das höchste Ergebnis seit dem Start der Aktion 1959. Seither kamen bei der Aktion Dreikönigssingen insgesamt rund 1,14 Milliarden Euro zusammen. Mehr als 74.400 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa konnten damit seit Beginn der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder unterstützt werden. Rund 300.000 Mädchen und Jungen sowie 90.000 jugendliche und erwachsene Begleiter in 10.226 Pfarrgemeinden, Schulen, Kindergärten und weiteren Einrichtungen nahmen zum Jahresbeginn an der Aktion teil. Die Zahlen gehen hervor aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘.

"Danke für überragendes Engagement und Solidarität"

Das Kindermissionswerk und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Träger der Aktion, danken allen Sternsingern und Begleitenden für dieses große Engagement. „Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zeigen Jahr für Jahr einen wirklich großartigen Einsatz, der unsere volle Anerkennung verdient“, so Pfarrer Dirk Bingener, neuer Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘. „Sie sind wahre Segensbringer für die Kinder in der Einen Welt. Rekorde sind dabei für uns sicherlich nicht alles, aber ein starkes Ergebnis ermöglicht uns eben auch eine starke Förderung unserer Projektpartner.“ Thomas Andonie, BDKJ-Bundesvorsitzender, schließt sich an: „Dieses Ergebnis ist einfach fantastisch und ich möchte den vielen Kindern und Jugendlichen, die bei jedem Wetter von Tür zu Tür ziehen, Danke sagen. Danke für euer überragendes Engagement und eure Solidarität mit den Kindern in aller Welt. Die Aktion Dreikönigssingen macht ganz deutlich: Junge Menschen sind Expertinnen und Experten für ihre Lebenswelt und können die Welt zum Guten hin verändern – und das ist eine großartige Botschaft.“

1.304 Projekte in 102 Ländern

Im Jahr 2018 wurden mit den Erlösen aus der Aktion Dreikönigssingen 1.304 Projekte in 102 Ländern unterstützt. Erneut nahm die Förderung der Bildung mit 571 Projekten den größten Anteil ein. Darüber hinaus wurden unter anderem 147 Gesundheitsprojekte, 71 Maßnahmen zur Ernährungssicherung und 11 Nothilfeprojekte gefördert. In den Ländern Afrikas wurden 471, in Lateinamerika 386 und in Asien 350 Projekte unterstützt.

Rund um den kommenden Jahreswechsel werden sich die Sternsinger bei ihrer 62. Aktion Dreikönigssingen auf den Weg zu den Menschen machen. „Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit“ heißt dann ihr Leitwort. Eröffnet wird die Aktion am 28. Dezember in Osnabrück.

Der BDKJ unterstreicht anlässlich der aktuellen Haushaltsdebatte im Deutschen Bundestag die Bedeutung der Jugendfreiwilligendienste. Eine Kürzung der Mittel wäre fatales Signal.

Der BDKJ unterstreicht anlässlich der aktuellen Haushaltsdebatte im Deutschen Bundestag die Bedeutung der Jugendfreiwilligendienste. Eine Kürzung der Mittel würde sich insbesondere auf die pädagogische Begleitung und die Umsetzung von inklusiven Maßnahmen negativ auswirken. Darüber hinaus könnten weitere, schon geplante Plätze nicht umgesetzt werden. Dies wäre eine Beschneidung von zivilgesellschaftlichem Engagement, auf dessen Unterstützung sich die Bundesregierung im aktuellen Koalitionsvertrag geeinigt hat.

Noch im vergangenen Jahr wurde ein großes Investitionspaket angekündigt. „Wenn die Regierung jetzt den Schritt rückwärtsgeht und die Mittel des letztjährigen Aufwuchses wieder kürzt, setzt dies ein fatales Signal für das Engagement junger Menschen“, sagt BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier. „Mit dem bisherigen Haushaltsansatz wäre das Engagement tausender Freiwilligendienstleistender ab Sommer 2020 nicht mehr abgesichert. Wir setzen unsere Hoffnung jetzt auf die anstehende Haushaltsdebatte im Bundestag.“

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft.

Mit einem Lieferkettengesetz soll die Bundesregierung deutsche Unternehmen dazu verpflichten weltweit Umweltstandards und Menschenrechte einzuhalten.

Mit einem Lieferkettengesetz soll die Bundesregierung deutsche Unternehmen dazu verpflichten weltweit Umweltstandards und Menschenrechte einzuhalten. Das fordert die Initiative Lieferkettengesetz, zu dessen Unterstützer*innenkreis der BDKJ gehört. Das Bündnis besteht aus 64 zivilgesellschaftlichen Organisationen, darunter Gewerkschaften, kirchliche Organisationen, Umwelt-, Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen und Vertreter*innen des fairen Handels.

 

Gesetzlicher Rahmen gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung

Das Bündnis fordert die Bundeskanzlerin auf, bis 2020 ein Lieferkettengesetz auf den Weg zu bringen. Dadurch könnten deutsche Unternehmen bei Schäden an Umwelt oder an Menschen auch im Ausland haftbar gemacht werden. "Immer wieder gibt es Berichte von brennenden Fabriken, ausbeuterischer Kinderarbeit oder zerstörten Regenwäldern. Das zeigt: Freiwillig kommen deutsche Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Die Bundesregierung muss endlich einen gesetzlichen Rahmen schaffen, damit Unternehmen Ausbeutung und Umweltzerstörung nicht weiter in Kauf nehmen", sagt Johanna Kusch, Sprecherin der Initiative Lieferkettengesetz.

 

Erinnerung an zahlreiche Unglücke bei Zulieferern deutscher Unternehmen

Bei der Vorstellung der Initiative am Dienstag in Berlin haben die Akteur*innen an die Toten, die bei verschiedenen Unglücken bei Zulieferern deutscher Unternehmen ums Leben gekommen sind, erinnert. Darunter auch an die 258 Menschen, die vor sieben Jahren in einer Zulieferer-Fabrik des deutschen Textilherstellers Kik bei einer Brandkatastrophe ums Leben gekommen sind. Damals war mangelnder Brandschutz die Ursache des Unglücks.

 

Jetzt unterschreiben! Petition und Hintergrundinformationen

Die Petition mit der Möglichkeit diese zu unterzeichnen, ist auf lieferkettengesetz.de zu finden. Außerdem gibt es dort Hintergrundinformationen und Fallbeispiele.

Innsbruck, 9. September 2019. Verantwortliche der katholischen Kinder- und Jugend(verbands)arbeit aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol richten sich in einer gemeinsamen Stellungnahme an die Bischöfe in ihren Ländern. Sie äußern sich darin zu den Auswirkungen, welche die Jugendsynode und insbesondere das nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus, Christus vivit, in den jeweiligen Ländern bereits hat. Darüber hinaus wird die anstehende Amazonassynode in den Blick genommen. Die Vertreter*innen rufen in dem Text zu mehr Gerechtigkeit in der Kirche und weltweit auf und fokussieren sich dabei auf die Stellung von Frauen in der Kirche und die Bewahrung der Schöpfung. Verfasst haben die Stellungnahme der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Katholische Jugend Österreich (KJÖ), die Katholische Jungschar Österreich (KJSÖ), Südtirols Katholische Jugend (SKJ) sowie Vertreter*innen der kirchlichen Jugendarbeit aus der Schweiz.

Die Stellungnahme ist das Ergebnis des zweiten Vernetzungstreffens von Vertreter*innen katholischer Jugendarbeit aus dem deutschsprachigen Raum, das vom 6. bis 8. September in Innsbruck stattfand. Organisiert und eingeladen hatte dieses Jahr die Katholische Jugend Österreich. Ziel des Treffens war es, die Ergebnisse und Fortschritte seit der Jugendsynode im Oktober 2018 zu analysieren. Es wurde gemeinsam an der Weiterverfolgung der Forderungen, die beim ersten Vernetzungstreffen im vorigen Jahr formuliert worden waren, gearbeitet.

 

Eva Wimmer, ehrenamtliche Vorsitzende der Katholischen Jugend Österreich (KJÖ), fasst einige Gedanken zusammen: „Durch die Jugendsynode und das Abschlussdokument Christus vivit! sehen wir uns darin bestärkt, als junge Menschen, die sich in der Kirche engagieren, auf Problemfelder klar und deutlich hinzuweisen. Auch wenn die Bischofssynode erste Wirkung zeigt, sehen wir weiterhin große Herausforderungen, auf welche die kirchlichen Entscheidungsträger Antworten geben müssen. Wir junge Gläubige wollen zur Veränderung der Kirche beitragen!“

 

Thomas Andonie, der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, betont: „Wir sehen, dass in der Kirche das Bewusstsein für die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels wächst. Das unterstützen und begrüßen wir! Zu bedauern ist andererseits, dass von den Entscheidungsträger die drängenden Fragen der Kirche nicht ähnlich engagiert angegangen werden. Es müssen endlich Schritte in Richtung einer partizipativen Kirche und der Gleichstellung von Frauen getan werden.“

 

In Bezug auf das zweite Vernetzungstreffen erklärt Thomas Boutellier, Verbandspräses Verband Katholischer Pfadi der Schweiz: „Auch wenn wir sehr unterschiedliche Voraussetzungen für die Jugendarbeit in unseren Ländern vorfinden, haben uns die Gespräche an diesem Wochenende erneut gezeigt: In den grundlegenden Fragen und Herausforderungen, die wir in unserer gemeinsamen Kirche sehen, sind wir uns einig. Wir rufen unsere Bischöfe auf, den Geist und die Kultur, die von Jugendsynode und Abschlussdokument ausgehen, gemeinsam mit uns zu leben!“

 

Bianca Wieser aus dem Bundesvorstand der Katholischen Jungschar Österreich streicht heraus: „Viele Punkte, die bei der Jugendsynode diskutiert wurden, betreffen Jungscharkinder und vor allem auch die bei uns aktiven Gruppenleiter*innen. Auch in Hinblick auf die Synode im Amazonasgebiet, wo wir mit einer Vielzahl an Projekten aktiv sind, sehen wir einen großen Mehrwert in der Vernetzung mit den deutschsprachigen Jugendvertreter*innen.“

 

Über die inhaltlichen Positionierungen hinaus wurde durch das Treffen die verstärkte länderübergreifende Zusammenarbeit der Vertreter*innen weiterverfolgt, welche für die katholische Kinder- und Jugendarbeit in den deutschsprachigen Ländern verantwortlich sind. Die verstärkte Kooperation, die mit den Vorbereitungen zur Jugendsynode im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde, soll auch in Zukunft weiterverfolgt werden.

 Hier geht es zur gemeinsamen Stellungnahme...

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft.