Gegen Gewinne ohne Gewissen

Mit einem Lieferkettengesetz soll die Bundesregierung deutsche Unternehmen dazu verpflichten weltweit Umweltstandards und Menschenrechte einzuhalten. Das fordert die Initiative Lieferkettengesetz, zu dessen Unterstützer*innenkreis der BDKJ gehört. Das Bündnis besteht aus 64 zivilgesellschaftlichen Organisationen, darunter Gewerkschaften, kirchliche Organisationen, Umwelt-, Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen und Vertreter*innen des fairen Handels.

 

Gesetzlicher Rahmen gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung

Das Bündnis fordert die Bundeskanzlerin auf, bis 2020 ein Lieferkettengesetz auf den Weg zu bringen. Dadurch könnten deutsche Unternehmen bei Schäden an Umwelt oder an Menschen auch im Ausland haftbar gemacht werden. "Immer wieder gibt es Berichte von brennenden Fabriken, ausbeuterischer Kinderarbeit oder zerstörten Regenwäldern. Das zeigt: Freiwillig kommen deutsche Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Die Bundesregierung muss endlich einen gesetzlichen Rahmen schaffen, damit Unternehmen Ausbeutung und Umweltzerstörung nicht weiter in Kauf nehmen", sagt Johanna Kusch, Sprecherin der Initiative Lieferkettengesetz.

 

Erinnerung an zahlreiche Unglücke bei Zulieferern deutscher Unternehmen

Bei der Vorstellung der Initiative am Dienstag in Berlin haben die Akteur*innen an die Toten, die bei verschiedenen Unglücken bei Zulieferern deutscher Unternehmen ums Leben gekommen sind, erinnert. Darunter auch an die 258 Menschen, die vor sieben Jahren in einer Zulieferer-Fabrik des deutschen Textilherstellers Kik bei einer Brandkatastrophe ums Leben gekommen sind. Damals war mangelnder Brandschutz die Ursache des Unglücks.

 

Jetzt unterschreiben! Petition und Hintergrundinformationen

Die Petition mit der Möglichkeit diese zu unterzeichnen, ist auf lieferkettengesetz.de zu finden. Außerdem gibt es dort Hintergrundinformationen und Fallbeispiele.